Mittwoch, 27. Oktober 2010

Schwarzbrot, Sportkomitee, und Kälte



Was mach ich eigentlich wenn meine sogenannte Schwarzbrotphase (Lust auf Schwarzbrot oder andere deutsche Sachen) beginnt? Ich backe es mir selbst. Vollkornmehl, Wasser und Hefe werfe es in einen Topf und stelle es auf den Solar Cooker. Ist noch verbesserbar aber war für den Moment richtig gut.
Schüler die sich nach Aussage der Lehrer hier nicht selbst organisieren können, haben ein Sportkomitee gegründet, für mehrere Sportarten und heute waren rund 70 Jugendliche verteilt auf Fußball-, Beachvolleyball-, und Netballplatz. Sie haben mich zwar hinzugezogen aber eigentlich haben sie das selbst organisiert. Man muss Ihnen einfach nur was zutrauen, dann funktioniert das schon. Wie in Deutschland eben.
Am Samstag waren wir noch auf einer Verlobungsfeier und ich dachte Jeans und kurzärmliges Hemd reichen aus. Mich hats ordentlich gefroren. Aber mit Wolldecke zu schlafen hat auch was.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Begegnung mit Bambun






In 10 Tagen Vorbereitungsseminar lernt man ja so einiges, nur wenn ein ausgewachsener Pavian (hier auch Bambun genannt) neben dem Raum in dem ich gerade meine Wäsche von Hand wasche, eine der dort gelagerten Mülltonen ausräumt, lernt man nicht. Also ließ ich einfach instinktiv einen lauten Brüllton von mir und der Affe verschwand.
Die Lehrer beschweren sich hier immer weil die Schüler sich nicht so verhalten wie es sein soll, nur wenn z.B. zu spät, gar nicht oder ohne Sportkleidung zum Unterricht kommt, kann man das eigentlich auch nicht von den Schülern verlangen. Wurde Heute mal von mir angesprochen.
Und was macht man eigentlich wenn beim Fußballspielen nach einem Schuss einem der Schuh wegfliegt? Man spielt Barfuss oder in Socken auf einem Sandplatz mit Steinen weiter bis man wieder die Möglichkeit hat, den Schuh anzuziehen.
Sonst haben wir uns noch für knapp 10 € Moskitonetze gekauft weil es sonst nicht auszuhalten wäre.
!na (es ist alles OK) (Ausrufezeichen bei einem Buchstaben bedeutet ein Klix- Laut)


Mittwoch, 6. Oktober 2010

Es wird heiß


Es wird heiß und heute Nacht habe ich mir mit Moskitos vom Leib halten verbracht.
Gerade bin ich damit beschäftigt ein Turnier für das nächste Wochenende zu organisieren und versuche kleine Tore mit den Schülern zum verstellen zu bauen aus alten abgebauten. Ordentlichen Sportunterricht in 40 min (meistens 10min zu spät also 30 min) in der namibischen Mittagssonne mit Klassen wo nicht alle Schüler kommen, nur Spielen wollen, keine wirkliche Sportkleidung ( ab und zu fliegt auch mal der Schuh der Schuluniform nach einem Schuss durch die Gegend) haben ist etwas schwieriger als im geordneten Deutschland.
Jedoch haben wir in ihrer Freizeit 1 ½ Stunden Zeit um mit motivierten Jugendlichen Training in Fußball und Volleyball abhalten zu können.
Jetzt muss ich nur noch wie am Montag versprochen mein Visum diese Woche bekommen und die Welt ist in Ordnung.
Döbra blauer Himmel 35 Grad

Montag, 27. September 2010

Schlüssel, Sand und Visa

Dinge die mich Momentan etwas nerven sind zum einen, dass es total schwer ist an irgendwelche Schlüssel zu kommen um an irgendwelches Sportmaterial zu gelangen. Jeder sagt Mr. ….  müsste den Schlüssel haben, usw. Das nächste ist irgendwie geht hier momentan ein totaler Wind und da die Wüste nicht weit weg ist, fliegt den ganzen Tag so richtig ordentlich Sand durch die Gegend, was nicht nur für uns Europäer unerträglich ist. Des weiteren ist das mit dem Visa noch so ne Sache, da ich heute mit der netten Frau telefoniert habe und die einfach nur meinte sie bräuchte Zeit na gut nur die Zeit läuft auch irgendwann mal ab.
Obwohl das zwar alles etwas nervt erlebe ich jeden Tag immer wieder neues wie z. B.: war ich gestern auf der Windhoek Show ( Farmer Messe) auf der Jonas seine Solarkocher ausstellt und ich half im ein bisschen. (war ungefähr so wie den ganzen Tag grillen, nur mit Sonnenenergie). Heut habe ich auch mit ein paar Jungs Fußball gespielt. Und mit den Mädels ausgemacht, dass ich bis nächste Woche auch einen Ball für sie organisiere.
Ach ich habe jetzt heut Abend doch noch mein Sportmaterial bekommen
Bis dann Gruß Flo

Freitag, 24. September 2010

Kein Visa kein Sport

 Irgendwie waren wir am Mittwoch in Windhoek am Donnerstag auch und heute sollen wir das Visa bekommen. Ich glaubs noch nicht so ganz.
Sportunterricht ging deshalb auch nicht, da wir ja immer in Windhoek waren. Da gestern die Abschlussfeier der zwölften Klassen war fällt der Sportunterricht die heute die einzigsten gewesen währen auch aus weil die bekommt man heute nicht bei 30 Grad zum bewegen. Die Party war übrigens ohne Alkohol aber dafür können alle richtig gut tanzen und die haben sich dann alle später im ausgetrockneten Flussbett zu einer Party ohne Lehrer getroffen.
Heute gabs immer noch kein Visa. Langsam wirds knapp. Aber ich war trainieren. und in nem totalen Tourie-Ding zum essen, es gab Zebra, mit freunden von meinem Vater die auf Reise hier sind.
Jetzt mal noch ein bisschen Afrikaans lernen.
Lekker slaap ( Gute Nacht)

Dienstag, 21. September 2010

Turnhalle, Stundenplan und Schiebetür


Also am Montag war ich jetzt mal beim Lehrermeeting Stundenplan hab ich immer noch nicht und Material finde ich so nach und nach sogar einen Barren, Sprungbrett und anderes Turnzeug aber muss ich noch genauer unter die Lupe nehmen. Nach dem Lehrermeeting mussten wir wieder nach Windhoek wegen dem Visum und das gute war, wir haben auch das „Turnzentrum“ gefunden. Gibt ein ganz gutes Ringegerüst, keinen Springboden und das andere mal schauen. Da fanden wir auch noch eine Feder für die Schiebetür die wir am Abend noch ausgebaut haben auf nem kleinen Schrottplatz nebenan. Also am Abend die Schiebetür ausgebaut aber hat doch nicht funktioniert also wieder rein. Danach Namibisch grillen. Fleisch, eine Gabel, Brot und Finger. Heut irgendwie versucht an der Schule was zu erreichen jedoch ist das ein bisschen schwierig. Aber es wird, Stück für Stück. Das Leben hier ist etwas beschwerlicher, ruhiger, und dreckiger, aber man gewöhnt sich dran.
Sharp Sharp (Afrikaans: Servus) [schap,  schap]

Sonntag, 19. September 2010

Essen und Kirche


Noch auf der Plot. Der Wein war rot und aus dem Tetrapack aber genießbar. Dazu gab´s  Chickenbrei. Danach hatte ich meine erste Fahrstunde im Linksverkehr über die Bampiroad von Mr. Hans Plot zurück nach Döbra. Am Samstag habe ich zum ersten Mal mit einem Solarkocher gekocht und zwar Suppe mit Boerewors. Es schmeckte. Hat jedoch etwas gedauert. Am Abend hatte Bufa (unser fast Nachbar) bei der Jagd mit Spießen ein Warzenschwein erlegt und auf traditionelle Art im Erdloch zubereitet. Wir konnten ein kleines Stück versuchen. Sehr gut. Danach saßen wir am Lagerfeuer und tranken Bier und ein Glas Whisky mit Sprite. Und es wurde sich auf Englisch, Afrikaans (was ich ein bisschen verstehe). Ksosa und ich glaub noch eine Stammes Sprache sich unterhalten, was sehr witzig war. Heute früh waren wir in der Kirche. Dort gab`s viel Gesang aber auch eine langweilige Predigt. Zum ersten Mal habe ich dort bemerkt, als ich die Kirche betrat und ich zum Schluss noch den Schülern vorgestellt wurde, dass ich ein Weißer unter vielen Farbigen bin, da mit lachen meine Hautfarbe und langen glatten Haare festgestellt wurden. Aber man fühlt sich trotzdem wohl.
Auch noch wurden über mein Englisch geschmunzelt, da das Englisch in Afrika ganz anderst klingt als in Europa. Heute gehen wir entweder noch Holzsammeln zum grillen oder wir bekommen noch etwas Warzenschwein mal schauen.
Gruß